Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
PRESSEMITTEILUNG
Auf Liegestühlen und unter Sonnenschirmen demonstrieren rund 4000 Menschen für den Atomausstieg / Schwarz-Gelb soll „endlich abschalten“ / Scharfe Kritik an neuer Werbekampagne der Atomlobby: „Atomkonzerne sind im 20. Jahrhundert stecken geblieben“
Berlin, 21.08.2010. Unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ haben am Samstag in 41 Städten rund 4000 Menschen für den Atomausstieg demonstriert. Sie machten es sich auf Marktplätzen mit Liegestühlen und Sonnenschirmen bequem. Auf ein Signal hin sprangen sie auf und entfalteten Plakate mit der Aufschrift „Schwarz-Gelb: Atomkraft abschalten“. Mit der Aktion forderten die Demonstranten die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und FDP auf, sich gegen die geplanten längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke zu stellen. Zudem wiesen sie auf die bundesweite Anti-Atom-Demonstration am 18. September in Berlin hin, zu der zehntausende Menschen erwartet werden. Zu dem bundesweiten Aktionstag hatte das Kampagnennetzwerk Campact aufgerufen.
„Die Menschen im Land wollen, dass die Atomkraft endlich abgeschaltet wird. Doch das wahrscheinliche Aus für die Brennelementesteuer zeigt erneut: In Berlin droht Schwarz-Gelb reine Klientelpolitik für die Atomkonzerne zu machen. Jetzt nehmen die Wähler ihre Abgeordneten in die Pflicht. Sie müssen die Interessen der Bevölkerung vertreten anstatt die von Atommanagern, die mit längeren Laufzeiten lediglich nach Zusatzprofiten gieren“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz.
Bautz kritisierte die neue Werbekampagne der Atomkonzerne für längere Laufzeiten scharf. „Die Konzerne und ihre ergrauten Verbündeten sind immer noch in der Energiepolitik des 20. Jahrhunderts verhaftet. Stumpf setzen sie auf unflexible und ineffiziente Großkraftwerke, die aus der Zeit gefallen sind. Was wir brauchen sind innovative Konzepte bei der Nutzung der Erneuerbaren Energien. Eine moderne Energieversorgung braucht dezentrale und hocheffiziente Kleinkraftwerke, die sich flexibel an die wetterbedingt schwankende Erzeugung mit Sonne und Wind anpassen können.“
„Die Atommanager malen Stromlücken an die Wand, die sich beim Blick in die eigenen Statistiken als Stromlügen erweisen. Die deutschen Exportüberschüsse von Strom sind so groß sind, dass die sieben ältesten Schrottreaktoren und der Skandalmeiler in Krümmel sofort abgeschaltet werden könnten – ohne dass Deutschland damit auf Stromimporte aus dem Ausland angewiesen wäre. Nicht wer für eine moderne Energieversorgung ohne Atomkraft eintritt, gefährdet den ´Standort Deutschland'. Sondern diejenigen, die mit ihrem Beharren auf einer veralteten Risikotechnologie Investitionen und Jobs in wichtigen Zukunftsbranchen verhindern.“
Am Samstag, den 18. September wollen Atomkraftgegner aus der ganzen Bundesrepublik das Regierungsviertel in Berlin komplett „umzingeln“. Zu der Großdemonstration hat Campact gemeinsam mit zahlreichen Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Parteien und Gewerkschaften aufgerufen. Informationen zu Sonderzügen und Bussen nach Berlin und dem Ablauf der Demonstration gibt es unter www.anti-atom-demo.de
Pressekontakt:
Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact, mobil 0163 – 59 57 593
Yves Venedey, Pressesprecher von Campact, mobil 01512 6846893, presse@campact.de